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Grenzwert im Klärschlamm überschritten- Maßnahmen auf der Kläranlage Ludwigsfelde ergriffen

Grenzwert im Klärschlamm überschritten- Maßnahmen auf der Kläranlage Ludwigsfelde ergriffen

Grenzwert im Klärschlamm überschritten- Maßnahmen auf der Kläranlage Ludwigsfelde ergriffen 1024 252 lnmedia

Im Rahmen der kontinuierlichen Beprobung des Klärschlammes der Kläranlage Ludwigsfelde wurde eine Überschreitung des Grenzwertes für Cadmium entsprechend der neuen Klärschlamm- bzw. Düngemittelverordnung festgestellt. Damit ist eine Entsorgung des Klärschlammes durch landbauliche oder landwirtschaftliche Verwertung nicht mehr möglich. Der Klärschlamm muss zwingend der thermischen Verwertung zugeführt werden. Da für diese Entsorgung deutschlandweit nur sehr geringe Kapazitäten verfügbar sind, ist die regelmäßige Klärschlammentsorgung nicht gesichert. Aktuell können durchschnittlich nur 12 Tonnen entwässerten Klärschlamm pro Woche entsorgt werden. Monatlich fallen jedoch ca. 300 Tonnen an. Von dem nun auf der Anlage gezwungener Maßen übergangsweise liegenden Klärschlamm gehen unangenehme Gerüche aus. Hiervon ist besonders das benachbarte Gewerbegebiet betroffen. Um diese Auswirkungen so gering wie möglich zu halten, werden aktuell die anfallenden Klärschlammengen in Folienschläuchen verpackt. Trotz der Gerüche ist eine Gesundheitsgefährdung auszuschließen.

Der Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungs Zweckverband Region Ludwigsfelde (WARL) und seine Betriebsführungsgesellschaft die Dahme- Nuthe Wasser-, Abwasserbetriebsgesellschaft mbH (DNWAB) stehen bei den eingeleiteten Maßnahmen in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden. WARL- Verbandsvorsteher Hans-Reiner Aethner ist ungehalten: „Hier verlagert ein Einleiter aus der Region seine Probleme auf die öffentliche Abwasserentsorgung! Wichtig ist momentan neben der umweltgerechten Entsorgung des belasteten Klärschlammes, den Verursacher aufzuspüren und die weitere Einleitung des Schwermetalls zu unterbinden. Daran wird gearbeitet.“ Leider weisen aktuelle Analysen darauf hin, dass weitere Klärschlammmengen mit Grenzwertüberschreitung hinzukommen. Der Kläranlagenablauf, das heißt das gereinigte Abwasser, ist unauffällig und wird kontinuierlich beprobt.

Ergänzende Informationen

Die Kläranlage Ludwigsfelde ist das Herzstück für die öffentliche Abwasserentsorgung im Verbandsgebiet des WARL. Ca. 28.000 Einwohner und zahlreiche Gewerbebetriebe der Region entsorgen ihr Schmutzwasser auf dieser Anlage. Täglich fallen etwa 3.800 m³ Schmutzwasser an.

Cadmium ist ein Schwermetall, das i.d.R. im häuslichen Abwasser nicht vorkommt. Die Einleitung erfolgt meist aus metallverarbeitenden Unternehmen, die jedoch zur Rückhaltung von Schwermetallen, wie Cadmium vor der Einleitung in das öffentliche Kanalnetz verpflichtet sind. Sofern doch Cadmium im Schmutzwasser vorhanden ist, durchläuft dieses den Klärprozess auf der Anlage und reichert sich dann im Klärschlamm an.

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Kontakt

Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungs Zweckverband Region Ludwigsfelde
Potsdamer Straße 50
14974 Ludwigsfelde

Tel.: 03378/86 55 0
Fax: 03378/86 55 30

www.warl.de

Ansprechpartner: Verbandsvorsteher Hans-Reiner Aethner

Dahme-Nuthe Wasser-, Abwasserbetriebsgesellschaft mbH

Köpenicker Straße 25
15711 Königs Wusterhausen

Tel.: 03375/25 68-0

www.dnwab.de

Ansprechpartnerin: Petra Hansche

hansche.petra@dnwab.de