Dixi-Klo

Dixi-Klo in Trinkwassergrube

Dixi-Klo in Trinkwassergrube

Dixi-Klo in Trinkwassergrube 1024 673 SchmidtWARL

Dixi-Klo in der Trinkwassergrube

Es sind manchmal kleine Baumaßnahmen, die die Menschen bewegen, so auch in Großbeeren.

Hier hatte der Wasserver- und Abwasserentsorgungs Zweckverband Region Ludwigsfelde (WARL) an der Kreuzung Teltower Straße / Berliner Straße direkt an der Großbeerener Schule die Trinkwasserleitungen erneuert.

Viele besorgte Eltern und einige Gemeindevertreter waren in Sorge, dass die damit verbundene Sperrung der Fußgängerampel und des Geh- und Radweges zu gefährlichen Situationen führen könnte, sobald die Schule wieder beginnt. Zumal an dieser Stelle neben der sicheren Straßenüberquerung auch die Busse halten. In einigen Abstimmungsgesprächen waren die beteiligten Baufirmen und die Gemeinde, aber auch der WARL guter Hoffnung, dass man rechtzeitig fertig werden würde.

 „Und es sah auch gut aus, dass der Zeitplan eingehalten wird, dann platze aber am letzten Donnerstag eine Meldung dazwischen,“ beschreibt Dirk Steinhausen, Gemeindevertreter und Vorstandsmitglied beim WARL die Geschehnisse.
Ob aus Übermut oder aus Vandalismus haben Unbekannte in der Nacht, dass an der Baugrube stehende Dixi-Klo in die Baugrube geworfen. So sind die Fäkalien in die Baugrube geflossen. „Hiermit wurde es so verunreinigt, dass die Hygieneprüfung nicht funktioniert hat und somit der Abschluss der Bauarbeiten fraglich wird“, so Steinhausen weiter.

Der Verbandsvorsteher des WARLs, Hans-Rainer Aethner, erklärt: „Daher wurde die Prüfung der Keimfreiheit leider nicht bestanden und es kommt der Notfallplan zur Anwendung.

Zwar ist die Versorgung gesichert, aber erst wenn die Keimfreiheit hergestellt ist, kann die Baugrube fachmännisch verfüllt und geschlossen werden.

Damit man aber die Geh- und Radwege rund um die Schule für alle Schüler gefahrlos nutzbar macht, bemühen sich alle Beteiligten eine schnelle Lösung herzustellen, allerdings wird das Verfüllen der Baugrube und gegebenenfalls das Aufheben der Einbahnstraßen-regelung an der Teltower Straße sich dadurch etwas verzögern. Allein eine erneute Laboruntersuchung zur Feststellung der Keimfreiheit dauert 48 Stunden. Steinhausen ärgert sich „einerseits über die sinnlose Unvernunft, andererseits lobt er auch den WARL und die beteiligten Baufirmen, dass man sofort Lösungen hatte, um Schlimmeres zu verhindern.

Bild: Baugrube mit Dixi-Klo (Quelle: Steinhausen)